Der Storyliner

11.05.12
Mamas Suppentopf auf dem Rednerpult
Was hat Mamas Suppentopf auf dem Rednerpult des Unternehmertreffens zu suchen? Gestern abend war ich auf einem Unternehmertreffen. Es gab drei Präsentationen: eine von drei Brüdern, eine von einem mit ihnen befreundeten Unternehmer und eine von einem Beamten aus dem rheinlandpfälzischen Ministerium für Energie. Dieser Letzte redete etwa eine Stunde über den Wandel in der Energieversorgung, die damit verbundenen Probleme und wie Bund und Land damit umgehen. Es begann damit, dass er das Mikrofon aus seiner Halterung nahm und zwischen Projektionswand und Pult hin- und herging. Er hatte sicher einmal gelernt, dass gute Redner sich bewegen. Dass sie dabei aber zum Publikum…
14.01.12
Was Boris Becker mit Akquisegeschichten zu tun hat
Es gibt ja tausende von Tipps zum Thema Akquise, Marketing und dergleichen. Für Selbstständige wie mich ist das immer Thema, wenn auch oft ein ungeliebtes. Vielleicht liegt gerade in diesem Wort „ungeliebt“ der springende Punkt verborgen, wenn es nicht funktioniert. Da liest man natürlich manchmal auch was von Intuition, von „auf-den-Bauch-hören“, „den-richtigen-Riecher-haben“. Aber wie lernt man das? Vermutlich geht es dabei primär nicht, wie man vielleicht glauben könnte, um die Sache, um den Auftrag oder ähnliches, sondern um die Beziehung zu sich selbst, zu dem, was man tut, zu der Liebe zu sich und seinen eigenen Zielen. Jedenfalls hatte ich…
14.12.11
Abschied und Anfang
Es ist lange her, seit ich den letzten Eintrag verfasst habe. Es ist auch nicht viel passiert in dieser Zeit, oder doch? Jedenfalls nichts, von dem ich hier erzählen könnte oder wollte. Ich bin nach wie vor bei Andrea und ihrer Tochter Joanna in Düsseldorf. Aber nicht mehr lange. Am kommenden Freitag, dem 23.12. geht meine Zeit hier zu Ende und ich gehe mit gemischten Gefühlen. Die beiden habe ich sehr in mein Herz geschlossen und es fällt mir nicht leicht, unsere harmonische Gemeinschaft zu verlassen. Wo ich hingehe? Jedenfalls nicht zurück in den Storyliner. Das scheinen einige missverstanden zu…
21.11.11
Stehauffrauchen
Seit Samstag bin ich wieder "in der Spur" und voller Tatendrang. So schnell bin ich wohl doch nicht kleinzukriegen. Hier bei Andrea und ihrer Tochter entdecke ich, wieviel Spaß auch das Zusammenleben mit anderen machen kann - und vor allem das Arbeiten in einer Art Gemeinschaftsbüro. Einfach mal schnell eine Frage in den Raum werfen zu können, das hat was. Und gemeinsam findet sich die Antwort schneller. Ein neuer Kunde weckt meine kreative Ader. Und ich habe einen kleinen Erfolg, als ich wegen der Vermarktung des Hörbuchs mit einem Unternehmen spreche. Nur ... die wollen zwei Demo-CDs, und die liegen…
16.11.11
Die Diagnose
Um sechs Uhr früh fahre ich los, um Peter H. in Brühl abzuholen, bei meinem Kunden vorbeizufahren und dann zum Storyliner, den ich wieder mal in eine Werkstatt bringe. Nach längeren Erklärungen gestern, ließ sich die Dame am Telefon darauf ein, mir nicht erst einen Termin kommenden Mittwoch, sondern direkt heute um neun zu geben. Zwei Männer inspizieren das Auto, schütteln mit den Köpfen. Die Diagnose fällt nicht gut aus: Fast die ganze Gasanlage ist marode bzw. nicht ordnungsgemäß eingebaut. Ich entscheide mich für die Minimalinvasion in Sachen Gas und für den großen Schnitt in Sachen Fahrt. Und ich hadere…
15.11.11
Brot und Spiele
Noch ist alles still und dunkel. Im Haus schlafen noch alle. Unsägliche Trauer packt mich beim Aufwachen. Ich fühle mich deplatziert, desorientiert und weiß nicht mehr, wo ich hingehöre. Fluchtgedanke: zurück in den Storyliner, egal wie kalt es dort ist.  Allmählich kann ich mich fassen. Andrea, meine Gastgeberin, richtet extra einen Arbeitsplatz für mich ein, ich schließe den Rechner an und bekomme den W-LAN-Schlüssel. Und siehe da: schneller als ich es seit Wochen gewöhnt bin, komme ich ins Internet. Das versöhnt mich wieder ein wenig mit der Welt. Aber das Arbeiten schiebe ich den ganzen Tag vor mir her, spiele…
14.11.11
Auszug
Nicht mal mehr einen Kaffee kann ich mir heute morgen machen, die Gaszufuhr funktioniert nicht, daher ja auch das Heizungsproblem. Ich packe in aller Frühe alles zusammen, mache die Schränke dicht und ziehe den roten Knopf. Ich weiß, was ich mache: Ich fahre zurück nach Wachtberg, zu Thomas und Michaela - dort wo ich zuletzt gestanden habe. Thomas hatte mir angeboten, dass ich den Storyliner dort auch abstellen könnte, wenn ich irgendwo wohne. Das werde ich jetzt in Anspruch nehmen. Außerdem weiß ich, dass ich dort Internet habe. Auf meinem alten Wiesenplatz zücke ich das Handy und rufe an, wo…
13.11.11
Pfefferminzwhisky
Ich arbeite! Endlich! Der Platz ist schön, direkt am Rhein, aber nicht mal einen Müllcontainer stellt Remagen für die 12 Euro bereit und die Frischwassersäule ist defekt. (Brauche ich gottlob nicht wirklich.) Ich wandere zur nächstgelegenen Bäckerei, die natürlich am frühen Sonntagmorgen nicht ihr ganzes Münzgeld rausgeben wollen. Glücklicherweise sind noch andere Brötchenholer da und ich sammle mir das Geld zusammen.Der Internetempfang ist zwar miserabel, aber den Strom habe ich mir direkt aus der Säule gegönnt. Ich bin froh, einige Stunden ungestört arbeiten zu können. Plötzlich jedoch wird der Bildschirm schwarz und der Rechner geht aus. Scheiße! Daran hatte ich…
12.11.11
Zahlbar in Münzen
Ich stehe auf dem Parkplatz an der Rigalschen Wiese in Bad Godesberg. Das ist recht zentral, von hier aus komme ich schnell, notfalls auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln, überall hin. Heute Nacht werde ich nicht mehr im Storyliner schlafen. Ich suche mir erst einmal ein möbliertes Zimmer. Ich brauche ein Bett, eine Heizung und eine Dusche. Wieder einmal funktioniert das Internet nicht. Dafür springt plötzlich die Heizung wieder an. Es ist inzwischen Samstag Mittag. Ich gehe in einen Internet-Telefonladen (Café wäre zuviel gesagt) und recherchiere. Zurück im Storyliner telefoniere ich umher. Alles, was ab sofort frei ist, wird über Makler angeboten…
12.11.11
Das Erwachen
Ich wache auf, liege noch einen Moment im Bett und lasse den Tag auf mich zukommen. Was tun? Ich beschließe, mir zuerst einmal Kaffee zu machen und dann weiterzusehen. Es ist kalt. Ich ziehe über, was gerade rumliegt und stelle mich an den Herd. Daneben ist der Heizungsregler. Beim Kafffeemachen drehe ich ihn noch etliche Male hin und her. Vielleicht springt die Heizung ja jetzt an. Die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt. Den Kühlschrank muss ich auch wieder in Gang bringen. Mit dem Kaffee wieder im Bett, frage ich mich, was ich eigentlich will. Die Antwort kommt ziemlich spontan: arbeiten. Und…
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